• Heimkino für Anfänger

Was macht eigentlich der Subwoofer?

"Subwoofer sind für Bässe da, oder anders ausgedrückt: für Töne mit niedriger Frequenz. Sobald Frequenzen einen bestimmten Bereich unterschreiten, werden sie an den Sub und nicht an die anderen Lautsprecher weitergeleitet. Diese Grenze schwankt abhängig von der Konfiguration der Anlage. In der Regel übernimmt der Subwoofer unterhalb einer Frequenz von etwa 80 Hz. Bei diesem Schwellenwert spricht man auch von der oberen Grenzfrequenz, während die untere Grenzfrequenz die niedrigsten Frequenzen bezeichnet, die ein Subwoofer wiedergeben kann. Auch hierbei gibt es modellabhängige Unterschiede. Gute Subs erreichen unter 20 Hz."




Warum überhaupt eigenständige Subwoofer?

"Bis hierhin haben wir erklärt, was Subwoofer machen. Wir wissen aber noch nicht, warum es eigenständige Lautsprecher für tieffrequente Schallwellen gibt. Der Grund dafür ist die Wellenlänge von Bässen. Je tiefer die Frequenz ist, desto länger sind die Schallwellen, die sich im Raum ausbreiten. Bei 50 Hz beispielsweise beträgt die Wellenlänge 6,8 m; bei 1.000 Hz sind es nur rund 34 cm. Für die Wiedergabe von Bässen bedeutet dies, dass im Tieftonbereich ein weitaus größeres Luftvolumen zum Schwingen gebracht werden muss, was mit einer großen Membranfläche deutlich besser geht als mit einer kleinen. Deswegen sind Subwoofer deutlich größer als Mittel- und Hochtöner."

Muss ein Subwoofer überhaupt sein?

"Auch Anlagen ohne eigenständigen Subwoofer können Bässe wiedergeben. So findest du auch im Gehäuse von 3- oder 2-Wege-Lautsprechern Tieftöner oder Tiefmitteltöner. Der Unterschied ist, dass sie im Vergleich zu Subwoofern keine so tiefe Grenzfrequenz erreichen und auch weniger wuchtig sind. Ein Subwoofer ist also dann sinnvoll, wenn die Bässe im Klangbild wichtig sind.

In klassischen Stereo-Anlagen beispielsweise ist ein eigenständiger Subwoofer nicht vorgesehen. Viele Rock-Fans, Jazzer oder Klassikhörer würden auch bestätigen, dass sie einen solchen Sub gar nicht brauchen. Dieser Verzicht ist nicht ganz unberechtigt: Bässe sind bei den genannten Musikgenres häufig weniger wichtig, und den Bassbereich können auch Mehrwege-Lautsprecher gut abdecken. Wobei es auch dabei auf die Musik ankommt. Eine E-Bass-Saite kann schon mal mit 40 Hz und langsamer schwingen (40-mal pro Sekunde). Pop und vor allem Hip-Hop sind deutlich basslastiger, und das hat sich in den letzten Jahren nochmals verstärkt. Trap-Beats sind hier das Stichwort."

Downfire-Sub, Bassreflex, Aktiv-Sub was ist das?

"Im Kontext von Subwoofern triffst du auf unterschiedliche Begriffe. Damit sind meist Bauarten und unterschiedliche akustische Verfahren gemeint.

  • Geschlossen oder Bassreflex: Hierbei handelt es sich um Gehäusebauarten. Bassreflex-Boxen verfügen über eine zusätzliche Öffnung und sollen den Bass in bestimmten Frequenzbereichen verstärken. Das akustische Prinzip dahinter heißt Helmholtz-Resonator.

  • Downfire- oder Frontfire-Subs: Hierbei geht es um die Abstrahlrichtung der Membran. Man kann sich anhand der Begriffe schon denken, dass bei Downfire die Membran zum Boden abstrahlt und bei Frontfire zur Seite. Der Downfire Sub eröffnet unter anderem beim Aufstellen neue Möglichkeiten – zum Beispiel passt er unters Sofa.

  • Aktiv oder passiv: Weil Subwoofer ohnehin größer sind, lassen sich in ihnen verschiedene Komponenten unterbringen. Bei Aktiv-Subwoofern ist der Verstärker für den Sub im Gehäuse untergebracht – ebenso in Aktiv-Lautsprechern. Das hat unter anderem den Vorteil, dass er vom Receiver kabellos angesteuert werden kann."

Quelle: blog.teufel.de


Aus meine Sicht macht es immer Sinn mindestens zwei Subwoofer zu benutzen, soweit es räumlich möglich ist. In einem kleinen Raum ist es auch nicht sinnvoll einen zu starken Subwoofer zu installieren. Lieber zwei etwas kleinere , als einen überdimensionierten.


Der Vorteil von zwei (oder mehreren) Subs ist das der Raum weniger angeregt wird und es dadurch weniger dröhnt. Der Bass ist trockener und direkter. Es ist allerdings ein Irrtum das zwei Subs lauter sind als einer. Die Lautstärke bleibt auch mit mehreren Subs konstant.


Die neueren Modelle haben oft einen eigenen DSP eingebaut. Hier kann man den Subwoofer mit Hilfe des Smartphones oder eines Mikrofons einmessen. Das geschieht vollkommen automatisch. Auch hier werden nervige Dröhnfrequenzen beseitigt und der Subwoofer spielt homogener. Gerade wenn man nur einen Subwoofer nutzen möchte, solltet Ihr einen mit DSP nehmen.


Meine Empfehlungen findet Ihr in der Kategorie "Meine Empfehlungen".

5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen