• Heimkino für Anfänger

Welche Leinwände gibt es eigentlich?

Das Thema Leinwand ist vielschichtiger als manche denken.

Es gibt zwei Arten von Leinwänden, die uns Interessieren:


1. Rollo Leinwände, die man wie ein Rollo hoch und runter ziehen kann (auch elektrisch).

Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass man diese Leinwand einfahren kann und sie somit "unsichtbar" ist. So kann man diese Leinwand über einen Fernseher oder Fenster installieren. Der Nachteil ist die Planlage des Tuches. Rollo Leinwände sind meist nicht 100% faltenfrei, was sich negativ auf das Bild auswirken kann.


2. Rahmenleinwände, die wie im Kino an der Wand befestigt werden.

Diese kann man zwar nicht nach oben ziehen, aber das Tuch ist besser gespannt und absolut plan. Leute mit eigenem Raum für´s Kino sollten diese Leinwände bevorzugen.


Das Leinwandtuch spielt auch eine große Rolle. Hier hört man oft den Begriff GAIN-Faktor oder in Deutsch Leuchtdichtefaktor.


Definition Gain-Faktor Leinwand

Der Gain-Faktor einer Beamer Leinwand ist eine Größe die das Abstrahlverhalten einer Leinwand kennzeichnet. Das bedeutet das eine weitere Größe wichtig ist. Die Richtung aus der Lichtstrahlen auf die Leinwand treffen bzw. wieder abgegeben werden. Auf dem Gain Diagramm unten sehen Sie den Gainwert eines Leinwandtuches in Abhängigkeit vom Winkel.



Auf Achse 0° gemessen hat das Tuch einen Gain von 1,0.

Auf Achse 60° gemessen hat das Tuch nur noch einen Gain von 0,25.

Der Leinwand Gain Faktor beschreibt den Reflexionswert aus einer bestimmten Richtung!


Klingt komplizierter als es ist. Mit einem Gain von 1.0 ist der Normal User schon mal gut bedient. Höher als Gain 1.2 würde ich persönlich nicht gehen.

Akustisch transparente Leinwandtücher, die kleine Löcher haben, damit der Schall durch kommt, haben meist ein Gain von 0.8. Hinten diesen Tüchern, die auch in Kinos verbaut werden, kann man seine Lautsprecher stellen, damit der Ton direkt aus der Leinwand kommt.


Es gibt auch beim Leinwandformat unterschiede. Hier haben sich die Formate 16:9 und 21:9 etabliert.


Wie sich das Leinwand-Format auswirkt

Unten im Bild sehen sie wie sich die Formate auf einer Leinwand verhalten. Oben ausgehend vom 16:9 Format. Unten ausgehend vom 21:9 Format.


Die grauen Balken deuten an das die Leinwandfläche vom Bild nicht voll genutzt wird. Die 16:9 Leinwand stellt Filme im 21:9 Format mit Horizontalen grauen Balken dar.

Die 21:9 Leinwand stellt einen 16:9 Film mit vertikalen grauen Balken dar. Außerdem muss das Bild verkleinert werden, sodass die Bildhöhe zur Leinwand stimmt. Das ist ein wesentlicher Nachteil vom 21:9 Format. Das Bild wird in der Breite rund 1/4 kleiner.

Berechnung Formel

Gegeben:

  • Format 16:9 = 1,77

  • Format 21:9 = 2,33

  • Leinwandhöhe = H

  • Leinwandbreite B = ?

Beispiel:

Eine Leinwand hat ein Bildmaß von 220 x 94cm Breite x Höhe im 21:9 Format. Welche Breite kann die Leinwand im 16:9 Format darstellen?

Formel: Format x H = B = 1,77 x 94cm = 166cm Bildbreite

Wie aus diesem Beispiel ersichtlich, wäre eine Leinwand im 21:9 Format mit 220cm bei der Darstellung vom 16:9 Format relativ klein. Deswegen lautet meine Empfehlung erst ab ungefähr 260cm Bildbreite über das 21:9 Format nachzudenken.




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